Gesetzliche Krankenkassen 

Die Hauptaufgabe der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland liegt darin, die Gesundheit der Versicherten bzw. sie im Krankheitsfall wiederherzustellen. Das Sozialgesetzbuch schreibt vor, das alle Versicherten dabei grundsätzlich den gleichen Leistungsanspruch haben. Die gesetzlichen Krankenkassen sind ein wichtiger Bestandteil des deutschen Sozialversicherungssystems.

Die Aufgabe der gesetzlichen Krankenkassen

 Bei der gesetzlichen Krankenkasse gilt das Solidaritätsprinzip. Das bedeutet, dass das persönliche Krankheitsrisiko beider Beitragsbemessung keine Rolle spielt. Es ist nach diesem Prinzip also unerheblich, wie alt der Versicherte ist oder welche Vorerkrankungen er aufweist. Maßgeblich ist nur das persönliche Einkommen. Das Ziel liegt letztlich darin, jedem Versicherten eine Abdeckung des Lebensrisikos zu gewährleisten und damit Kosten infolge von Krankheiten abzudecken, die für ihn allein nicht tragbar wären.

Leistungen der Krankenkassen im Vergleich

Bei einem Krankenkassenvergleich wird deutlich, dass sich die Leistungen TKK Techniker Krankenkasse, Barmer Ersatzkasse und BKK Gesundheit geringfügiger voneinander unterscheiden, als es beispielsweise bei den privaten Krankenversicherungen der Fall ist. Das liegt daran, dass der Leistungskatalog der gesetzlichen Kassen zum überwiegenden Teil durch das fünfte Buch des Sozialgesetzbuchs vorgeschrieben ist. Hinzu kommt noch der seit 2009 gesetzlich festgeschriebene Beitragssatz. Unterschiede kann ein Krankenkassenvergleich vor allem bei Zusatzbeiträgen und Rückerstattungen zutage fördern.

Pflichtversicherte und freiwillig Versicherte 

Grundsätzlich wird zwischen Pflichtversicherten und freiwillig Versicherten unterschieden. Erstere sind von Gesetzes wegen versichert, wenn sie einen bestimmten Tatbestand erfüllen. Das häufigste Beispiel hierfür ist die Aufnahme einer versicherungspflichtigen Beschäftigung. Der Gesetzgeber bestimmt im Sozialgesetzbuch, wer versicherungspflichtig ist. Nur in bestimmten Ausnahmefällen ist es möglich, sich von der Versicherungspflicht befreien zu lassen. Das gilt beispielsweise für Beamte und Arbeitnehmer mit einem Jahresarbeitsentgelt, welches die Jahresarbeitsentgeltsgrenze übersteigt. Aktuell (2017) liegt diese Grenze bei 57.600 Euro.

Beitragsfreie Familienversicherung

Darüber hinaus existiert noch die sogenannte Familienversicherung. Damit ist die beitragsfreie Mitversicherung gemeint, mit der Familienangehörige eines Pflicht- oder freiwillig Versicherten mit versichert werden. Familienangehörige sind Ehegatte, eingetragene Lebenspartner und Kinder. Die beitragsfreie Mitgliedschaft ist jedoch an einige Voraussetzungen gebunden. So werden beispielsweise Anforderungen an den Wohnsitz und an die Tätigkeit des Mitversicherten gestellt. 

Fazit

Die gesetzlichen Krankenkassen ermöglichen ihren Kunden Zugang zur medizinischen Grundversorgung.

Wenn mehr Leistung gewünscht wird und der Weg in die private Krankenversicherung versperrt ist oder keine Alternative darstellt, kann auf Zusatzversicherungen privater Anbieter zurückgegriffen werden. Auch die Krankenversicherungen selbst bieten solche Zusatztarife an. So gibt es bei der Barmer Ersatzkasse beispielsweise Zusatzversicherungen zum Zahnschutz, bei der TKK Techniker Krankenkasse einen Zusatztarif für Krankenhausaufenthalte und bei der BKK Gesundheit (heute DAK-Gesundheit) ein Zusatzschutzpaket für junge Leute. 

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